Hoch die Hände, Wochenende!

Und das beginnt gemütlich am Samstag mit einem Stadtfrühstück auf der Wiese am Torhaus, bei welchem Vertreterinnen der Initiative Haus der Statistik erzählen, welche Erfahrungen sie in ihrem Prozess gemacht haben. Es ist kalt an diesem Vormittag, aber alle diskutieren hitzig und lernen viel dazu. Dieser Austausch und die Vernetzung zu anderen stadtpolitischen Initiativen ist enorm hilfreich, um sich gegenseitig zu unterstützen und Wissen zu teilen.

Anschließend wird auf der hinteren Wiese gesägt und mit der Floating University an der Foodbrücke gebaut. Die Foodbrücke ist ein mobiler Küchenanhänger, auf dem man nicht nur kochen kann – er verbindet Nachbarschaften! „Hoch die Hände, Wochenende!“ weiterlesen

THF RADIO funkt live aus dem Torhaus am Rande der Galaxis in die Welt hinaus

Heute nur ein kurzes Update:
Stichworte des Tages sind MÜDE, ERSCHÖPFUNG, aber auch GELASSENHEIT!

Es ist heiß! 30 Grad. Im Torhaus dreht sich heute fast alles um die neue Radiostation, die aufgebaut wird. Unter den schwierigen Umständen im Torhaus in Sachen Strom und Internet ist das gar nicht so einfach, alles ordentlich zu verkabeln und einzurichten. Aber am Ende funktioniert alles und sieht großartig aus! Die Radiostation ist nach draußen hin offen und neugierige Besucher sind direkt mittendrin im Geschehen. „THF RADIO funkt live aus dem Torhaus am Rande der Galaxis in die Welt hinaus“ weiterlesen

Drei Schritte vor und noch einen zurück!

Nach der organisatorischen und emotionalen Achterbahnfahrt der letzten Tage gibt es heute gute Nachrichten: Die Wiese vor dem Torhaus darf genutzt werden, wenn problematische Stellen gekennzeichnet werden (Leuchten, Stromkasten etc.) und wenn man eine Form findet, wie abends das Material weggeräumt wird (unsere Möbel zum Beispiel). Auch für das Sonnensegel finden wir einen Kompromiss aus selber bauen und von Profis abnehmen lassen. So können wir die alten Planen aus früheren Veranstaltungen also doch wiederverwenden!

Die Gebäudeverwaltung bittet uns um klare Kommunikationsstrukturen und genaue Ansprechartner. Auch wir geben diese Bitte zurück, denn die Verwaltung scheint da ähnlich chaotisch aufgestellt zu sein wie wir. Aber immerhin finden wir gemeinsame Wege, auch, wenn es mühsam für beide Seiten ist. „Drei Schritte vor und noch einen zurück!“ weiterlesen

Genehmigungswahnsinn um die Krisenwiese

Diesen Ort zu erfahren und zu entwickeln ist so problematisch, dass man das Gefühl hat, ein ganzes Buch über die verschiedenen “Baustellen” schreiben zu können.
Außenstehende können sich nicht vorstellen, dass hier der Teufel in so vielen Details steckt. Wir kommen kaum dazu, die Formate gut umzusetzen und Menschen einzuladen, weil wir erstmal die Infrastruktur vor Ort erkämpfen müssen.

Die genehmigte Sommerwiese ist zu weit weg vom Torhaus. Die Wiese direkt davor wird bisher nicht für Veranstaltungen genehmigt. Privat ist es aber okay, mit Freunden dort zu sitzen, denn es ist eine öffentlich zugängliche Wiese. Theoretisch könnten wir das Festival also offiziell absagen und privat weitermachen. Das wäre eine Lösung, aber irgendwie auch eine ziemlich schräge. „Genehmigungswahnsinn um die Krisenwiese“ weiterlesen

Wir müssen reden!

Liebe Tempelhof Projekt GmbH – Wir müssen dringend reden!

Der Tag beginnt mit einem guten Meeting mit der Gebäudeverwaltung, Tempelhof Projekt GmbH, im Schatten unter einem Baum. Am ersten Wochenende rund um das Torhaus wurde versucht Hand in Hand zu arbeiten und keiner hat den Ort überfordert. Die Idee ist ja, den Ort behutsam und nachhaltig zu öffnen.
Wir sitzen gemütlich auf der Wiese vor dem Torhaus und alle scheinen zufrieden und guter Dinge zu sein.

Diese Wiese wurde allerdings nicht als Veranstaltungsort genehmigt, sondern eine Wiese weiter entfernt. Nun spielt das Leben aber nach eigenen Regeln und die Besucher*innen und interessierten Bürger*innen bleiben einfach immer wieder auf der falschen, nicht genehmigten Wiese direkt am Torhaus hängen.
Irgendwie auch sinnvoll, denn so sind die Wege kurz zu Kaffee, Geschirr, fließendem Wasser, Werkzeug und Informationsmaterial. „Wir müssen reden!“ weiterlesen

Ab heute Open Torhaus

Es ist der dritte Tag des Torhausfestes, ein paar junge Leute sitzen auf der Wiese und machen sich Gedanken über den weiteren Sommer. Ein Sommer der Aktivierung und der Entdeckung des Ortes ist geplant, denn durch eine Kombination aus THF:NEXTMEHRWERTVOLL und MICAMOCA wurde das Projekt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Kultur und Europa nun ja doch noch gefördert.

Viele tolle Ideen sind für diesen Sommer geplant, aber der allerwichtigste Punkt für die nächsten Jahre ist und bleibt das Torhaus. So winzig es auch ist, so viele Menschen gehen täglich daran vorbei, bleiben stehen, stellen Fragen.
In Absprache mit der Verwaltung wurde eine kleine Tafel aufgestellt, auf welcher mit Kreide oder Tape täglich Einladungen an die Menschen geschrieben werden.

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Sägen, werkeln, wuseln

Das Auftaktwochenende unseres Torhausfestivals hatte es in sich. Mit den Improvisationsexpert*innen von Hotel Regina haben wir gemeinsam die Infrastruktur für das Tempelfest aufgebaut.

Freies Gestalten für Pragmatiker*innen, fünfhundert Meter Dachlatten und tausend Schrauben. Bauend die Umgebung erforschen. Die bewusste Reduktion auf einfachste Techniken und allgemeinste Materialien macht uns zu professional beginners, die mit unverfälschtem Blick Situationen neu erkennen können. Und dann beginnt das große Sägen und Schrauben: wir zimmern die Welt nach unseren Launen. Die entstehenden Erzeugnisse sind wahre Tausendsassas. Als Möblierung, Szenographie, Skulptur, Artefakt, Flaschenpost und Objekt der Begierde geben sie zusammen dem Torhausfesival einen räumlichen Rahmen, der sich im besten Falle kontinuierlich verändert und weiterentwickelt.

AUFBAUBAUAUF war der Grundstein des Torhausfestes. Partizipative Planungsprozesse werden kritisch hinterfragt. Anstatt schon vorm Machen eine gemeinsame Form zu finden, versuchen wir im Prozess zu einer gemeinsamen Erkenntnis zu gelangen – Einheit in der Vielfalt. Das Umkehren von Handlungsweisen und Prozessen zählt zu den typischen Methoden von Hotel Regina und etabliert den Ist-Zustand als Handlungsgrundlage. Voraussetzungen: Lust auf Improvisation!

mehr in Kürze hier…

THF.VISION ZUM ERNÄHRUNGSHOF

Wie können alle in Berlin gut essen, ohne dass es auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt geht? Der Berliner Ernährungsrat hat dazu Vorschläge erarbeitet. Für die Umsetzung der Ernährungswende braucht es Orte, an denen Lebensmittel gehandelt, verarbeitet und gekocht werden, wo Bildung, Forschung und Vernetzung stattfindet. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof gibt es einen Gebäudeteil mit fünf Küchen, mehreren Kantinenräumen und Sälen, die Zugang zu einem grünen Innenhof haben: Ein idealer Standort für einen Ernährungshof. Der Berliner Ernährungsrat und thf.vision kämpfen gemeinsam dafür, dass hier auch das vom Senat geplante „House of Food“ unterkommt. Annette Jensen berichtet über den Stand der Dinge.

FILM: THF ZENTRALFLUGHAFEN

“ZENTRALFLUGHAFEN – THF ist kein Film über Flüchtlinge, sondern über Gegensätze. Die in den sieben Hangars lebenden Geflüchteten träumen von einem Neuanfang, einem besseren Leben und einem Alltag in Deutschland, während draußen auf dem Feld mindestens so viele Bewohner der Stadt Berlin tagtäglich versuchen, ihrem Alltag zu entkommen, indem sie sich auf den ehemaligen Start- und Landebahnen auf einen Marathon vorbereiten, die ausgefallensten Fortbewegungsmittel ausprobieren und sich zum Spielen und Grillen mit ihren Freunden verabreden. Einige von ihnen träumen sich davon, andere träumen von einer neuen und besseren Stadt.

ZENTRALFLUGHAFEN – THF dokumentiert diese unterschiedlichen Welten, Lebensrealitäten und Träume. Im Zentrum des Films steht Ibrahim aus Syrien zwischen Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und „Gesprächen“ mit der deutschen Bürokratie. Regisseur Karim Aïnouz (PRAIA DO FUTURO, Wettbewerb Berlinale 2014) beobachtete über ein Jahr, wie er und seine Freunde eine erneute Reise unternehmen: Zwischen Hoffnung, Heimweh und Angst vor Abschiebung – und einer merkwürdigen Gewöhnung an das temporäre Zuhause.”

http://www.zentralflughafen-thf.de